myFirst Frame Clario Test: Smarter Frame fürs Kinderzimmer
Das myFirst Frame Clario ist ein smarter Bilderrahmen für Kinder, der sichere Kommunikation und Alltags-Features miteinander kombiniert. Hier findet ihr die offizielle Homepage.
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Der Einzug digitaler Medien ins Kinderzimmer wirft oft Fragen nach Sicherheit und Sinnhaftigkeit auf, doch das myFirst Frame Clario bietet hier für einen Preis zwischen ungefähr 80 und 100 Euro eine Antwort. Es ist mehr als nur ein passiver digitaler Bilderrahmen. Das Gerät fungiert als Videotelefon, das speziell darauf ausgelegt ist, die Verbindung zwischen Kindern und ihren Familien in einem geschützten Rahmen zu stärken. Ohne die Risiken eines offenen Internetzugangs oder sozialer Medien ermöglicht das Clario einen spielerischen Einstieg in die digitale Welt. Ob als lebendiges Fotoalbum, smarter Terminplaner oder kreative Musikbox – dieses Gadget möchte der erste sichere Begleiter auf dem Schreibtisch sein, der Kindern Struktur gibt und sie gleichzeitig am Familienleben teilhaben lässt.
Der smarte Bilderrahmen: Erinnerungen in Echtzeit
Das Herzstück des myFirst Frame Clario ist seine Funktion als lebendiges Fotoalbum. Das Design ist dabei durchdacht, denn es gibt einen Ständer, durch den auch das USB-C Aufladekabel eingefädelt und eben wie ein herkömmlicher Bilderrahmen aufgestellt werden kann. Über die Cloud bzw. die myFirst Circle App können Eltern und freigegebene Familienmitglieder von überall auf der Welt Fotos und Videos direkt auf den Rahmen senden. Die Einrichtung einer Diashow ist denkbar einfach und läuft im Prinzip von selbst ab, sobald die Medien hochgeladen wurden. Da das Display auf Berührungen reagiert, können Kinder ganz intuitiv durch ihre liebsten Momente wischen. Das ist aber nichts wirklich Neues, denn das kann jeder dieser smarten Bilderrahmen. Wie gewohnt, kann auch hier innerhalb der freigeschalteten Kontakte, mit Smileys und kurzen Nachrichten reagiert werden.
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Habt ihr andere myFirst Produkte wie die myFirst Camera 50 (hier geht’s zu unserem Review) könnt ihr diese mit Clario verbinden, um so sehr einfach Fotos hochzuladen.
Telefonieren im sicheren Universum
Wie auch das hochladen der Bilder findet die Kommunikation beim myFirst Frame Clario innerhalb des geschlossenen myFirst Circle-Ökosystems statt. Das bedeutet, Das Kind kann per per VoIP über das WLAN telefonieren, allerdings nur mit Kontakten, die von den Eltern in der App explizit autorisiert wurden. Ob Videocalls mit den Großeltern oder Sprachanrufe zu den Geschwistern mit einer myFirst-Uhr, das klappt alles sehr gut. Diese „Whitelist“-Strategie ist extrem sicher, da Fremde keine Chance haben, Kontakt aufzunehmen, was den Rahmen zu einer idealen ersten Kommunikationsstation vor dem ersten eigenen Smartphone macht. Es muss dann aber natürlich jedes Familienmitglied, mit dem telefoniert werden will die myFirst Circle App besitzen und sich dort ein Konto machen.
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Für die Videotelefonie und natürlich auch generell setzt das myFirst Frame Clario auf ein kompaktes 7-Zoll IPS-Touch-Display, das mit einer Auflösung von 1024×600 Pixeln eine solide Schärfe für die Darstellung von Gesichtern bietet. Damit das Kind von den Eltern auch gut gesehen wird, ist eine 2MP-Frontkamera dezent im Gehäuse integriert, während Dual-Mikrofone mit Noise-Canceling dafür sorgen, dass die Stimme selbst bei Hintergrundgeräuschen im Kinderzimmer klar übertragen wird. Bei unserem Haus WLAN gab es keinerlei Verbindungsprobleme und selbstverständlich sind die technischen Faktoren nicht high end, aber es reicht durchaus für passables Videotelefonieren und die ersten digitalen Schritte in diesem Bereich. Ich bin zwar persönlich der Meinung, wenn mein Kind mit der Verwandtschaft videotelefonieren will, dann kann ich dafür auch mein Smartphone oder meinen Laptop für die Dauer des Gesprächs zur Verfügung, wodurch die technische Qualität klarerweise höher ausfallen wird. Für die ersten, autonomen Schritte mach es aber schon Sinn hier mit myFirst Frame Clario reinzuschnuppern. Durch das geschützte Ökosystem kann so auch weniger passieren, da es schlicht nicht die Möglichkeiten für das Kind gibt, hier groß auszuscheren.
Der kleine Zimmer-Sekretär
Neben Unterhaltung hilft das Clario auch dabei, den Tag zu strukturieren. Eltern können über die App Kalenderereignisse und Aufgaben (To-Dos) erstellen, die dann prominent auf dem Bildschirm erscheinen. Ob es die Erinnerung an das Fußballtraining oder das abendliche Zähneputzen ist, das Kind sieht auf einen Blick, was ansteht. Zusammen mit einer detaillierten Wetteranzeige soll so die Selbstständigkeit gefördert werden. Die Darstellung ist klar und nicht überladen, sodass auch jüngere Kinder, die gerade erst lesen lernen, den Überblick behalten. Auch mehrere Wecker können ziemlich einfach gestellt oder wieder deaktiviert werden. Außerdem kann man den Bilderrahmen auch als Datums- und Uhranzeige verwenden. Es gibt eher klassische Ansichten, aber auch verspielte Pixellandschaften, die animiert sind, sind mit an Board, was meinem Sohn besonders gut gefallen hat.
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Musik und Soundscapes: Atmosphäre auf Knopfdruck
In Sachen Audio bietet das Gerät zwei Wege. Eigene Musik lässt sich unkompliziert per USB-C-Kabel vom PC oder über eine microSD-Karte auf den internen Speicher übertragen, sodass das Kind seine Lieblingslieder völlig werbefrei hören kann. Klar ersetzt das nicht riesige Streaming-Bibliotheken wie Spotify. Clario sitzt hier abermals auf Sicherheit und nur was wirklich auf den 16 GB großen Speicher oder der SD-Karte abgelegt wird, kann auch angehört werden. Ein sehr nettes Zusatzfeature sind die Soundscapes.
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Neben vorinstallierten Naturgeräuschen wie z.B. Meerresrauschen, Lagerfeuer und einige mehr können Kinder hier selbst kreativ werden. Aus unterschiedlichsten Klangteppichen (Regen, Vogelgezwitscher, Fön, Schritte und vieles, vieles mehr) kann sich eine Hintergrundklangkulisse selbst zusammen gestellt und gespeichert werden, um sich z.B. individuelle Einschlaf- oder Konzentrationsumgebung zu schaffen. Die Bedienung ist spielerisch gestaltet, funktioniert über Icons und regt dazu an, mit der eigenen Akustik zu experimentieren, was in der Praxis sogar bei Kindern funktioniert, die noch nicht lesen können.
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Was aber manchmal unangenehm auffällt, sind bei der Erstellung oder auch dem Kalender nicht übersetzte Wörter wie „Create“ oder „Date“. Ich hoffe, dass hier per Update noch nachgebessert wird. Ein weiteres kleines Manki ist, dass ich zwar die Uhr auf das 24 Stunden Format umstellen kann, im Kalender aber trotzdem die Zeiten mit AM und PM dargestellt werden.
Durchdachtes Design
Ein besonderes Augenmerk verdient das physische Sicherheits- und Bedienkonzept des myFirst Frame Clario, das über die reine Software-Steuerung hinausgeht. Für maximale Privatsphäre sorgen zwei dedizierte Schalter.
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Ein mechanischer Schieber ermöglicht es, die Kameralinse physisch abzudecken, wie man es auch von neueren Laptops kennt. Ein Mute Button stellt das Mikrofon sofort stumm. Das sind dann schon zwei von drei sehr einfach zu bedienenden Knöpfen. Das spektakulärste ist der Magic Button, ein frei konfigurierbarer Multifunktionsknopf an der Seite.
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Dieser kann so eingestellt werden, dass er mit nur einem Druck eine spezifische Aktion auslöst, wie etwa das Starten einer Videoverbindung zur Mama oder das Abspielen der Lieblings-Diashow. Die Funktion ist frei konfigurierbar und es kann auch doppelt oder sogar dreifach gedrückt werden und damit unterschiedliche Dinge ausgelöst werden. Diese sehr haptischen und angenehmen Knöpfe machen das Gerät besonders für jüngere Nutzer zugänglich, da wichtige Funktionen auch ohne langes Suchen in Menüs sofort griffbereit sind.
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myFirst Clario Fazit
Das myFirst Frame Clario überzeugt als durchdachtes Gesamtpaket, das die Brücke zwischen moderner Technik und kindlicher Sicherheit schlägt. Es ist kein klassisches Tablet, das mit einer Flut an Apps und Ablenkungen überfordert, sondern ein fokussiertes Werkzeug für die Familienkommunikation. Besonders beeindruckend ist, wie nahtlos sich der Rahmen in den Alltag integriert. Dei meiste Zeit dient er als Fotorahmen oder Uhr, aber auch die Tätigkeiten und eigens erstellten Hintergrundgeräusche kommen immer wieder zum Einsatz. Leider gibt es durch die paar englischen Begriffe, die nicht übersetzt wurden noch ein wenig Nachholbedarf.
Die Beschränkung auf das „myFirst-Universum“ ist im Anwendungsfall mit Kindern kein Nachteil, sondern da Eltern die volle Kontrolle behalten und Kinder in einem geschützten Raum den Umgang mit digitalen Medien lernen können. Durch dieses Sicherheitsnetz müsst ihr aber auch alle die daran teilnehmen wollen dazu überreden die myFirst Circle zu nnutzen. Auch wenn die Hardware technisch eher auf solide Basisfunktionen setzt, ist die Umsetzung der Features – von den kreativen Soundscapes bis zum einfachen Musik Upload absolut kindgerecht. Wer eine sichere Alternative zum ersten Smartphone sucht, die gleichzeitig das Kinderzimmer verschönert und strukturiert, findet im Clario eine charmante und funktionale Lösung. Ein echtes Highlight für Familien, die Wert auf Nähe legen, ohne die Sicherheit opfern zu wollen.