OPPO Pad 5 Pro Test: Einfach riesig in allen Belangen
Das OPPO Pad 5 Pro ist ein nahezu überdimensioniertes Android-Tablet, das sich als mobile Arbeitsstation mit Laptop-Ambitionen versteht. Was kann es?
Zum OPPO Pad 5 Pro
Mit einem 13,2-Zoll-Display, dem Snapdragon 8 Elite Gen 5 und einem gewaltigen 13.380-mAh-Akku will OPPO vor allem jene überzeugen, die viel Platz, viel Leistung und möglichst wenig Ladekabel wollen. Das kennen wir schon vom Smartphone-Markt, wo OPPO mit dem Find X10 Pro Max (zu unserem Testbericht) ebenfalls die Superlative verfolgt! Schon beim ersten Anfassen wird klar: Das Pad 5 Pro (zur offiziellen Website) ist kein dezentes Zweitgerät, sondern ein Gerät mit Präsenz. Das 13,2 Zoll große Display dominiert die Front, das Aluminium-Unibody-Gehäuse wirkt wertig und sauber verarbeitet, und mit nur 5,94 Millimetern Bauhöhe ist das Tablet trotz seiner Größe erstaunlich flach, gleichzeitig wiegt es 672 Gramm.
Wer es also im Bett, in der Bahn oder am Schreibtisch über längere Zeit mit einer Hand halten will, sollte sich vorher bewusst sein, dass hier eher ein kleines Notebook als ein bequemes Lesetablet ansetzt. Die Farbpalette ist überschaubar: OPPO bietet das Pad 5 Pro ausschließlich in Mocha Brown an. Das warme Braun wirkt im Alltag allerdings deutlich rötlicher und edler, als es auf Produktfotos vermuten lässt, und hebt sich angenehm von den üblichen Grau- und Silbertönen ab. Die abgerundeten Kanten liegen gut in der Hand, die Ränder rund ums Display sind großzügig, aber nicht störend. Im Hochformat entsteht dadurch sogar ein praktischer Daumenabstand, etwa beim Lesen oder Scrollen. Der erste Eindruck ist also sehr gut!
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Ein Display für alles
Das Um und Auf des Tablets ist das 13,2-Zoll-LCD mit 3.392 x 2.400 Bildpunkten, 315 ppi, bis zu 144 Hz und bis zu 1.000 Nits Helligkeit. Das 7:5-Format ist dabei keine bloße Marketingzahl: Es bietet deutlich mehr vertikalen Raum als klassische 16:10-Tablets und eignet sich deshalb hervorragend für Dokumente, Webseiten, Notizen und geteilte Apps. Beim Lesen wirkt das Pad dadurch fast wie ein digitales A4-Blatt, beim Multitasking wie ein komprimierter Schreibtisch. Kein Wunder, dass Hersteller OPPO deswegen das Tablet auch als idealen Notebook-Ersatz anpreist, und mit dem Smart Keyboard-Zubehör wird das auch Realität!
In der Praxis ist das Display hell, flüssig und für Videos, Spiele und Produktivität gleichermaßen geeignet. HDR und Dolby Vision sorgen bei unterstützten Inhalten für einen ordentlichen Kontrasteindruck, während die hohe Bildarte das Interface angenehm reaktiv macht. Es gibt aber einen wichtigen Haken: Als LCD kann das Panel nicht mit der Tiefenwirkung eines OLED-Displays mithalten. Es ist eben ein LCD-Bildschirm statt dem aktuellen de facto-Standard, und während das für Filmabende beileibe kein Ausschlusskriterium ist, erkennen OLED-Fans aber einen spürbaren Unterschied. Preislich spürt man aber die Differenz ebenso.
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Genügend Leistung
Unter der Haube arbeitet Qualcomms Snapdragon 8 Elite Gen 5, einer der derzeit schnellsten Mobilchips überhaupt. OPPO verspricht gegenüber der Vorgängergeneration 20 Prozent mehr CPU-Leistung, 23 Prozent mehr GPU-Leistung und 37 Prozent mehr NPU-Leistung. In der Praxis übersetzt sich das in ein Tableterlebnis, das bei App-Starts, Multitasking, Gaming und Videobearbeitung nicht zögert. Dank dieses Chips gehört das OPPO Pad 5 Pro zu den leistungsstärksten Android-Tablets am Markt und misst im anspruchsvollen GFXBench-4K-Test starke 56 FPS. Aber auch bei Geekbench 7-Tests kommt das Device auf Punktzahlen von 1758 (single), 8048 (multi) und 18444 (GPU).
Im Android-Direktvergleich kann das Tablet die Preis-Leistungs-Krone für sich beanspruchen, es geht aber noch weiter. Gerade für Spiele zeigt sich die Stärke des Geräts: Das große Display bietet Platz für HUD, Steuerkreuz und Karte, während der Snapdragon auch grafisch anspruchsvolle Titel flüssig bewältigt. Ob es PUBG Mobile-Sessions mit hohen Grafikeinstellungen, Diablo Immortal oder 4K-Streaming auf Netflix sind: Alles läuft einfach butterweich vor sich hin. Das Dual-Drive-Kühlsystem mit Dampfkammer und Graphitflächen hält das Gerät dabei thermal überwiegend unter Kontrolle, da hilft es zusätzlich, dass ihr ein 13-Zoll-Tablet vor euch habt anstatt einem kleinen Handy.
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Zu RAM und Ausdauer
Doch es gibt einen Kompromiss, der bei einem Pro-Tablet auffällt: OPPO stattet das Pad 5 Pro in Europa mit 8 GB RAM aus, während der Vorgänger noch 12 GB bot. Für die meisten Anwendungen reicht das völlig, und auch mehrere parallel geöffnete Apps bringen das Gerät kaum ins Schwitzen. Wer jedoch regelmäßig große Dateien bearbeitet, viele Browser-Tabs, professionelle Videoschnitt-Apps und KI-Workflows gleichzeitig nutzt, wird den Unterschied früher oder später merken. Standardmäßig erhöht das Gerät den Arbeitsspeicher durch weitere 8 GB, das sich das Produkt von seinem Speicherplatz abzweigt und so zweckentfremdet. Den Trick kennen wir schon von anderen Betriebssystemen.
Der Akku ist das überzeugendste Argument des OPPO Pad 5 Pro. Mit 13.380 mAh Kapazität und 80 Watt SUPERVOOC-Schnellladen ist das Tablet auf Ausdauer ausgelegt. OPPO spricht von bis zu zweieinhalb Tagen Nutzungsdauer und 97 Minuten Ladezeit von 1 auf 100 Prozent. In der Praxis bestätigt sich dieser Eindruck, und das macht das Gerät besonders interessant für Reisen, Vorlesungen, lange Zugfahrten oder alle, die ihr Tablet nicht täglich an die Steckdose hängen wollen. Einziger Wermutstropfen: Für die vollen 80 Watt benötigt ihr ein leistungsstarkes Netzteil, das nicht im Lieferumfang enthalten ist. Abgesehen davon habt ihr auch einen (Super-)Energiesparmodus, Ausgewogener Modus und Hochleistungsmodus.
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Software mit PC-Anspruch
ColorOS 16 auf Basis von Android 16 ist deutlich reifer, als der Begriff Hersteller-Overlay es vermuten lässt. Das System wirkt flüssig, lässt sich tiefgehend anpassen und bringt praktische Multitasking-Funktionen mit. Split View, frei verschiebbare Fenster, mehrere Tabs und eine PC-ähnliche Dateiverwaltung machen aus dem großen Bildschirm tatsächlich einen Arbeitsplatz. Besonders gelungen ist die Kombination aus großem Display und flexiblem Fenstermanagement: Dokumente vergleichen, Notizen daneben öffnen und gleichzeitig kommunizieren fühlt sich auf dieser luxurioösen Variante wirklich deutlich weniger beengt an als auf kleineren Tablets.
Auch die Verbindung zu einem Rechner ist ein starkes Argument. Über O+ Connect lässt sich das Pad als Zweitbildschirm, Grafiktablett oder Fernsteuerung für Mac- und Windows-PCs nutzen. Damit wird aus dem Tablet im Zusammenspiel mit dem optionalen Smart Keyboard und dem Pencil 3 Pro tatsächlich etwas Laptop-Artiges. Die Grenze zeigt sich allerdings beim externen Display, denn man kann bemängeln, dass das Pad beim Anschluss an einen Monitor lediglich spiegelt, statt einen echten Desktop-Modus mit Fensterverwaltung zu bieten. Das ist schade, denn genau hier hätte OPPO den Laptop-Ersatz-Anspruch konsequenter umsetzen können. Hier ein Video vom Hersteller, allerdings mit dem regulären Pad 5:
KI, Stift und noch mehr
OPPO wirbt stark mit KI-Funktionen: KI-Maler, Zusammenfassungen, Mindmaps, KI-Editor und ein „Einkreisen & als Memoclip speichern“-Feature sollen Kreativität und Produktivität beschleunigen. In der Praxis sind diese Werkzeuge durchaus nützlich, aber kein Grund, das Tablet allein deswegen zu kaufen. Grundsätzlich sind die KI-Funktionen, wie es zu erwarten ist, funktionsfähig und unterhaltsam, wobei der Nutzen stark vom eigenen Anwendungsfall abhängt. Zudem weist OPPO selbst darauf hin, dass einige KI-Funktionen eine Internetverbindung, eine Kontoanmeldung und regional unterschiedliche Verfügbarkeit erfordern. Interessanter ist da schon das optionale OPPO Pencil 3 Pro. Der Stift bietet 16.000 Druckstufen, eine Filzspitze für ein papierähnliches Schreibgefühl, haptisches Feedback und eine Stiftsuche. Für Notizen, Skizzen und Bildbearbeitung ist das ein echtes Mehrwert-Feature. Allerdings wird auch hier schnell klar: Das Pad 5 Pro ist im Grundpreis nur die halbe Geschichte. Smart Keyboard und Stift kommen separat dazu, wodurch sich die Gesamtkosten schnell in Richtung eines echten Laptops bewegen.
Mit acht Lautsprechern (vier Mitteltöner und vier Hochtöner) ist das Pad 5 Pro für Filme und Spiele ordentlich ausgestattet. Der Klang ist überraschend gut und räumlich, insbesondere für ein so schlankes Gehäuse. Auch, wenn Klang immer Geschmackssache ist, für Serien am Sofa und Videocalls ist der Sound mehr als ausreichend, für Musikgenuss ohne Kopfhörer solltet ihr aber keine Wunder erwarten. Die Kameras sind funktional, aber kein Verkaufsargument. Die 13 MP-Hauptkamera und die 8 MP-Frontkamera reichen für Dokumente, Videocalls und schnelle Schnappschüsse. Wichtiger sind ohnehin Details wie Wi-Fi 7, USB-C mit DisplayPort-Unterstützung, ein schlanker Körper und die solide Verarbeitung. Ein Fingerprint-Sensor fehlt allerdings, es gibt nur Gesichtserkennung und einen sicheren PIN-Code zum Eingeben. Weil es in unserem Testzeitraum nervig war, immer das Gerät nur mit dem Standby-Knopf aufzuwecken, gibt es in den Einstellungen unter Startbildschirm, Sperrbildschirm und Stil im Punkt Einstellungen für den Sperrbildschirm den Punkt „Zum Ein/Ausschalten doppelt tippen“, denn dann reicht ein Doppeltipp aufs Display!
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OPPO Pad 5 Pro: Die Technik
Das offizielle Datenblatt zeigt: Trotz des recht überschaubaren Preises von aktuell 699,- Euro (UVP: 799,- Euro) erwartet euch hiermit ein großes, flaches Premium-Tablet mit 13,2 Zoll-LCD, Snapdragon 8 Elite Gen 5-Chipsatz, 8 GB LPDDR5X-Arbeitsspeicher und 256 GB UFS-4.1-Speicher. Es läuft mit ColorOS 16.0 und unterstützt USB OTG, jedoch keine Wechselspeicherkarten. Mit rund 289,71 × 209,76 mm und nur 5,94 mm Dicke wiegt das Tablet etwa 672 g. Das 13,2 Zoll-Display löst mit 3.392 × 2.400 Pixeln auf, erreicht 315 PPI, hat einen Bildschirmanteil von 89,4 Prozent und bietet adaptive Bildwiederholfrequenzen von 30 bis 144 Hz. Die Touch-Abtastrate liegt standardmäßig bei 240 Hz und maximal bei 540 Hz, die typische Helligkeit beträgt 700 Nits, im HBM-Modus 1.000 Nits. Das LCD deckt 98 Prozent DCI-P3 ab und stellt 16,7 Millionen Farben dar. Angetrieben wird das Pad vom Snapdragon 8 Elite Gen 5 mit einem 8-Kern-Prozessor und der Adreno-840-GPU mit 1.200 MHz. Seine Ausstattung umfasst 8 GB LPDDR5X-RAM und 256 GB UFS-4.1-Speicher, als aktuelle Version hatten wir die ColorOS 16-Version OPD2512_16.0.10.503 im Einsatz.
Die Hauptkamera (13 MP) hat eine Blende von f/2.2, einen 81-Grad-Blickwinkel und PDAF, sie kann 4K-Videos mit 30 fps aufnehmen, und die Frontkamera (8 MP) mit f/2.0 und 78 Grad-Blickwinkel nimmt bis zu 1080p mit 30 fps auf. Der Akku hat eine typische Kapazität von 13.380 mAh bzw. 52,45 Wh und lädt mit bis zu 80 W SUPERVOOC, auch 65 W SUPERVOOC, 55 W PPS sowie 13,5 W-PD/QC werden unterstützt. Für drahtlose Verbindungen stehen WLAN 7 sowie ältere WLAN-Standards, 2×2-MIMO, 160-MHz-Kanalbreite und Bluetooth 6.0 mit BLE Audio zur Verfügung. Unterstützte Audio-Codecs sind unter anderem SBC, AAC, aptX, aptX HD, aptX Adaptive, LDAC und LHDC 5.0. Der USB-C-Anschluss entspricht USB 3.2 Gen 1, ein klassischer Kopfhöreranschluss fehlt, digitale USB-C-Kopfhörer werden jedoch unterstützt. Zu den Sensoren zählen Annäherungs-, Umgebungslicht-, Farbtemperatur-, Hallsensor, E-Kompass, Beschleunigungsmesser und Gyroskop, Gesichtsentsperrung wird unterstützt. Die Schutzart ist IP40, die angegebene minimale Akkulebensdauer beträgt 1.800 Ladezyklen, und im Lieferumfang sind sowohl Tablet als auch Kabel enthalten.
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Fazit: Groß und mächtig
Das OPPO Pad 5 Pro ist kein Tablet für alle, sondern ein sehr gutes Tablet für eine bestimmte Gruppe. Es ist äußerst interessant für all jene, die ein großes Display für Arbeit, Studium, Notizen, Streaming und gelegentliches Gaming wollen, ohne sofort in das Preissegment eines iPad Pro zu wechseln. Wer viel unterwegs ist, lange Akkulaufzeit schätzt und mit Tastatur sowie Stift produktiv arbeiten möchte, erhält hier ein überzeugendes Gesamtpaket. Alle mit großen Händen kommen sehr gut mit dem Produkt zurecht, und Leute wie ich mit kleineren Händen staunen, wie viel Platz das Tablet eigentlich bietet. Hier ist ein erstes Ausprobieren wirklich Pflicht, denn hier kommt die Produktivität an erster Stelle.
Denn wer hingegen ein leichtes Lesetablet, die beste OLED-Bildqualität, maximale RAM-Kapazität oder einen vollwertigen Desktop-Modus sucht, sollte sich bei anderen Optionen umsehen. Für den Alltag jedoch reicht das OPPO Pad 5 Pro mehr als aus, ob ihr es nun als Tablet oder tatsächlich ein bisschen als Notebook-Ersatz verwendet. Dieses Tablet verkauft sich zwar als Notebook-Ersatz, schafft diesen Sprung aber nicht ganz. Es punktet mit seiner Größe, Ausdauer und Leistung, wo die preislich gleichauf liegende Konkurrenz oft rein auf Portabilität oder Ökosystem-Integration setzt. Alle, die genau das wollen, bekommen hier eine ganz große Empfehlung. Um den aktuellen Preis von 699,- Euro vergebe ich: