Anker Prime Power Bank (26K, 300W) im Test: Ein Gamechanger im Arbeitsalltag
Ich habe nun einige Wochen mit der Anker Prime Power Bank (26K, 300W) verbracht und vieles beobachten bzw. genauer unter die Lupe nehmen können. Was ich von dem kleinen und zugleich potenten Energiespeicher halte, erfahrt ihr in meinem Anker Prime Power Bank (26K, 300W) Test. Los geht’s!
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Der erste Eindruck: Kleiner als erwartet
Wenn ihr das Teil das erste Mal auspackt, fällt sofort das Gewicht auf. Mit gut einem halben Kilo ist die Powerbank kein Leichtgewicht, das man mal eben in die Hosentasche steckt. Für den Rucksack oder die Laptoptasche geht die Größe aber völlig in Ordnung. Die Verarbeitung ist absolut solide, da knarzt nichts und das Gehäuse wirkt richtig hochwertig.
Der echte Hingucker ist aber das eingebaute Farbdisplay, dass im Vergleich zum Vorgängermodell mit 250W (hier geht’s zu meinem Test) – wie auch schon bei der Anker Laptop Powerbank 25K, 165W (hier geht’s zu meinem Test) – auf blaue Farbtöne statt grüne setzt. Das Display zeigt euch – wie mittlerweile gewohnt – nicht nur den Akkustand in Prozent, sondern live in Watt an, wie viel Strom gerade rein- oder rausgeht. Am Anfang guckt man da noch aus Neugier hin, im Alltag wird es aber schnell zum praktischen Helfer. Ihr seht sofort, ob euer Smartphone gerade mit voller Ladegeschwindigkeit saugt oder wie lange die Powerbank selbst noch braucht, bis sie wieder voll ist. Auch über den Zustand der Akkuzellen bleibt ihr so immer auf dem Laufenden.
Die Anschlüsse: Was bedeuten die 300 Watt für euch?
Oben am Gehäuse sitzen drei Anschlüsse: Zwei moderne USB-C-Ports und ein klassischer USB-A-Anschluss. Damit kriegt ihr die wichtigsten Geräte problemlos gleichzeitig geladen. Bei den beworbenen 300 Watt Gesamtleistung darf man sich aber nicht täuschen lassen: Ein einzelnes Gerät zieht maximal 140 Watt aus einem Port. Das reicht aber easy aus, um selbst große, leistungshungrige Notebooks zu laden. Die vollen 300 Watt werden nur erreicht, wenn ihr wirklich alle drei Anschlüsse gleichzeitig belegt und die Powerbank die Power aufteilt (140W + 140W + 20W).
Für euch bedeutet das im Alltag: Ihr könnt das Smartphone, die Kopfhörer und das Tablet gleichzeitig anstöpseln und alle drei laden mit maximalem Tempo. Das nervige Problem älterer Powerbanks, bei denen die Ladegeschwindigkeit extrem in den Keller ging, sobald ein zweites Kabel drin steckte, gibt es hier nicht mehr. Die Elektronik regelt das völlig automatisch und gibt jedem Gerät genau das, was es verträgt.
Der direkte Vergleich: Was macht das 300W-Modell besser als der 250W-Vorgänger?
Vielleicht stolpert ihr bei der Suche auch über den direkten Vorgänger, die Anker Prime mit 27.650 mAh und 250 Watt. Der Vergleich lohnt sich, denn Anker hat hier an ein paar Stellschrauben gedreht. Das ältere 250W-Modell ist spürbar dicker und klobiger, hat dafür aber ein besseres Hitzemanagement. In meinen Tests hat sich gezeigt, dass die alte Version extrem hohe Ladeleistungen etwas länger am Stück durchhält, ohne wegen Wärme runterzuregeln. Das neue 300W-Modell hingegen ist flacher, schlanker und liegt deutlich besser in der Hand – ideal für die Laptoptasche. Wer also Wert auf ein kompakteres Design legt und zwei Laptops gleichzeitig mit vollem Tempo laden will, greift zur neuen 300W-Variante. Wer maximale Dauerpower bei dickerem Gehäuse sucht, findet im Vorgänger eine oft günstigere Alternative. Hier geht’s zu meinem Test des Vorgängermodells.
Die Kapazität: Wie oft wird das Handy wieder voll?
Anker gibt die Kapazität mit 27.650 mAh an. Das ist kein Zufall, sondern scharf kalkuliert: Damit bleibt das Gerät haarscharf unter der Grenze, ab der Powerbanks im Flugzeug verboten sind. Ihr dürft das Kraftpaket also ganz normal im Handgepäck mit auf Reisen nehmen.
In der Praxis geht durch die Umwandlung und die Wärmeentwicklung immer ein bisschen Energie verloren – das ist völlig normal. Die Effizienz ist hier aber spürbar hoch. Bei meinen Runden durch den Alltag konnte ich ein aktuelles Top-Smartphone locker vier- bis fünfmal komplett von null auf einhundert Prozent aufladen. Ein normales Tablet schafft die Powerbank etwa zwei- bis dreimal, und ein klassisches Arbeits-Notebook bekommt mindestens eine komplette Ladung spendiert, was euch locker über einen extra Arbeitstag rettet.
Die Powerbank aufladen: Das eigentliche Highlight
Was nützt der größte Akku, wenn er danach zehn Stunden an der Steckdose hängen muss? Genau hier punktet das Modell richtig. Wenn ihr ein passendes, starkes Netzteil habt (z.B. das Anker 749 GaNPrime Ladegerät – hier mein Test), könnt ihr die Powerbank mit bis zu 140 Watt wieder auftanken. Das Ergebnis: Nach einer guten halben Stunde ist der riesige Klotz schon wieder zu zwei Dritteln voll. Nach etwa 50 Minuten steht die Anzeige bei einhundert Prozent. Wer vor dem Abflug oder einer langen Fahrt noch schnell Saft braucht, wird dieses Feature lieben.
Es gibt von Anker auch eine Ladestation, auf die man die Powerbank über Kontakte an der Unterseite einfach draufstellt. Die kostet zwar extra, ist aber extrem bequem, weil man sich das Kabelgewirr auf dem Schreibtisch spart.
Mein Anker Prime Power Bank (26K, 300W) Test-Fazit
Mit ihrer enormen Ladegeschwindigkeit in beide Richtungen, der hohen Kapazität, dem genialen Status-Display und dem im Vergleich zum Vorgänger schlankeren Design liefert die Anker Prime Power Bank (26K, 300W) eine absolut erstklassige Performance ab. Am Ende müsst ihr euch aber fragen, ob der Einsatzzweck zum Preis passt. Wenn ihr bloß euer Smartphone über den Tag bringen wollt oder abends auf der Couch ein bisschen Saft fürs Tablet braucht, ist diese Powerbank schlichtweg ein Overkill. Das Gewicht in der Tasche und der ordentliche Preis lohnen sich für reine Handy-Nutzer:innen einfach nicht. Da fahrt ihr mit kleineren, leichteren Modellen für einen Bruchteil des Geldes deutlich besser.
Ganz anders sieht die Sache aus, wenn ihr viel unterwegs seid, regelmäßig im Zug oder im Café am Laptop arbeitet oder mit der Familie so viele Geräte mitschleppt, dass ständig irgendwo eine Batterie leer ist. Sobald ein Notebook geladen werden muss, wird die Anker Prime Power Bank vom teuren Luxus-Gadget zum echten Lebensretter. Das schnelle Aufladen in beide Richtungen, die enorme Zuverlässigkeit und das Display machen im Alltag einfach Spaß. Wer bereit ist, das Gewicht im Rucksack zu akzeptieren und das Geld in die Hand zu nehmen, bekommt einen absolut zukunftssicheren Begleiter, der so schnell nicht schlappmacht.