OneOdio Studio Max 2 im Test – Die kabellose Revolution fürs Studio?

von Daniela Fussy 20.06.2026

Anfang des Jahres hielt ich den OneOdio Studio Max 1 in den Händen und war begeistert vom unglaublichen Sound. Jetzt, ein paar Monate später, liegt sein Nachfolger vor mir. Kann dieser Kopfhörer die hohen Erwartungen, die ich dank dem Vorgänger habe, erfüllen oder sie sogar übertreffen? Lohnt sich der Umstieg auf den OneOdio Studio Max 2?

 

Unboxing & Lieferumfang: Alles drin, was man braucht

Schon beim Auspacken wird klar, dass die OneOdio Studio Max 2 ein Upgrade bekommen haben. Während beim direkten Vorgänger noch eine simple Stofftasche inkludiert war, wartet im Karton der zweiten Generation ein Hardcase. Dieses ist hervorragend verarbeitet und schützt den wertvollen Inhalt unterwegs perfekt vor Stößen und Druck, auch wenn das gleichzeitig beim Reisegepäck zusätzlichen Raum beansprucht. Letzteres dürfte wohl für einige Vielreisende ein Argument sein, wieder auf eine Stofftasche umzusteigen, um Platz zu sparen.

Neben dem eigentlichen Hauptakteur beherbergt die Box:

  • Den kompakten M2-Funkdongle
  • Ein dehnbares 3 m Spiralkabel mit zwei 3,5-6,35mm Steckern
  • Ein 1,2 m gerade Kabel mit zwei 3,5-6,35mm Steckern
  • Ein USB-C-Kabel für die Stromzufuhr

 

Design, Haptik und Tragekomfort

Optisch bleibt sich der Hersteller treu. Die Außenseiten des Gehäuses ziert ein schickes Rillenmuster, das an klassische Vinyl-Schallplatten erinnert. Im Gegensatz zum Vorgänger ist das eingearbeitete Logo von OneOdio versilbert, was den Kopfhörern eine zusätzliche Eleganz verleiht.

Der Materialmix besteht vorwiegend aus robustem Kunststoff, während der verstellbare Kopfbügel durch eine gerasterte Metallschiene verstärkt wird. Jener ist großzügig dimensioniert und passt sich auch größeren Köpfen mühelos an. Gleichzeitig hat das aber, zusammen mit dem geringen Anpressdruck, den Nachteil, dass sie leicht verrutschen können, wenn man den Kopf viel auf und ab bewegt. Das kann zwar in manchen Momenten ungünstig sein, aber in Summe finde ich, ergibt das auch in Anbebtracht des überschaubaren Gewichts von 340g einen unschlagbar angenehmen Tragekomfort. Ich schaffe locker einen Tag im Büro mit Brille, Pendeln und anschließender abendlicher Entspannung, ohne dass der OneOdio Studio Max 2 ungemütlich wird.

Die Muscheln lassen sich dank der 180-Grad-Gelenke komplett eindrehen und flachlegen. Das sorgt für enorme Flexibilität, hat aber eine Kehrseite: Die Mechanik ist derart leichtgängig, dass sich die Elemente beim schnellen Auf- und Absetzen gerne mal verstellen.

Die ohrumschließenden Polster sind mit Kunstleder überzogen. Obwohl die Kammern etwas flacher ausfallen als beim Vorgängermodell, stoßen die Ohren im Inneren nirgends an. Dass die Polster beim neuen Modell geringfügig dünner sind, fällt im täglichen Gebrauch aber erst auf, wenn man bestimmte Ohrringe trägt. Diese Nuance an geändertem Tragegefühl wird allerdings wohl für die wenigsten ins Gewicht fallen.

Ähnlich wie beim Vorgänger werden Umweltgeräusche durch das Over-Ear Design gut abgeschirmt. Damit lässt sich auch das fehlende ANC verkraften, auch wenn es manchmal ein praktisches Add-On praktisch wäre.

Kabellose Echtzeit dank ULL

Das Herzstück der OneOdio Studio Max 2 ist der sogenannte Ultra Low Latency Modus. Steckt man den M2-Sender in den Rechner oder das Mischpult und koppelt das System, funkt der Kopfhörer mit einer minimalen Verzögerung von nur 9 Millisekunden. Das ist nicht nur auf dem Papier beeindruckend, sondern auch in der Praxis. Denn diese 9 Millisekunden sind sowohl während des Mixens als auch beim Gaming ein richtiger Vorteil.

Klangliche Performance

Klanglich tendiert das System zu einer ehrlichen, sehr breit aufgestellten Bühne. Der OneOdio Studio Max 2 betont die Höhen deutlich, was für eine hervorragende Detailauflösung sorgt. Der Bassbereich hat ordentlich Druck und Punch, bleibt dabei aber erfreulich sauber und überlagert die Mitten nicht. Mit dem Equalizer via App lassen sich zudem noch Feinjustierungen je nach persönlicher Vorliebe vornehmen.

Ein Akku-Monster

Die Laufzeitgrenzen des verbauten 1000-mAh-Akkus sind schier absurd. Der Hersteller verspricht bis zu 60 Stunden im Funkbetrieb und epische 120 Stunden via Bluetooth.

Diese Kopfhörer sind kaum in die Knie zu zwingen. Selbst nach einer intensiven Woche zwischen ausgedehnten Telefonaten, Musikhören für den Deep Focus auf der Arbeit als auch für die Entspannung am Abend und ausgedehnten Gaming-Sessions haben die Kopfhörer noch Energie übrig – ganz im Gegensatz zu mir. Man läuft leicht Gefahr, das Laden schlichtweg zu vergessen, weil es so selten nötig ist.

Die App-Unterstützung

Über die hauseigene Smartphone-App lässt sich ein Equalizer mit verschiedenen Profilen ansteuern. Die Hardware merkt sich praktischerweise die hier vorgenommenen Einstellungen. Sie bleiben auch dann aktiv, wenn man zwischen Bluetooth, Funk-Dongle und Kabel wechselt. Die App selbst funktioniert allerdings nur bei aktiver Bluetooth-Verbindung.

Zudem gibt es noch ein paar praktische Gimmicks, wie etwa die Funktion „Finde meine Kopfhörer“, die einen lauten Ton abspielt, sollte man seine Kopfhörer mal verlegt haben. Der OneOdio Studio Max 2 bietet zudem die Möglichkeit, sich mit zwei Geräten via Bluetooth zu verbinden. Das ist besonders praktisch, wenn man mit Arbeits- und privaten Geräten gleichzeitig verbunden un din der Lage sein möchte, schnell zwischen Arbeitstelefonaten und privater Musik wechseln zu können. Das geht allerdings zu Lasten des LDAC-Modus. In der App findet sich zudem ein Spielemodus, um von der geringen Latenz auch beim Gaming voll profitieren zu können.

Generationenvergleich: Was ist neu?

Wer bereits die erste Generation der Studio Max auf den Ohren hatte, wird sich unweigerlich fragen, ob sich der Wechsel auf das neue Modell bezahlt macht. Auch wenn die optischen Unterschiede kaum merklich sind, so hat sich in Bezug auf Leistung einiges getan. Durch die Anhebung der kabellosen Datenrate auf 400kbps gewinnt das Klangbild an Transparenz und Dynamik. Wo vorher noch manche Details schwammig blieben, so herrscht nun eine knackige Frische. Auch die Signalverzögerung wurde im Vergleich zur ersten Generation mehr als halbiert. Nicht zuletzt auch mit der App kommen einige interessante Möglichkeiten hinzu.

Wie schon beschrieben gibt es optisch hingegen wenig Unterschiede zwischen den beiden Generationen. Wo man bei der ersten Generation noch per Knopfdruck in den Bluetooth-Modus gelangte, findet sich beim OneOdio Studio Max 2 ein Schieberegler, um zwischen Bluetooth- und Ultra Low Latency (UUL)-Modus zu wechseln. Zwar nur eine Kleinigkeit, aber dennoch angenehm in der Handhabung.

Ob sich ein Upgrade auf den Studio Max 2 lohnt, hängt also ganz vom primären Einsatzzweck ab. Kurz gesagt: Wer den Kopfhörer primär für Podcasts, einfache Telefonate oder Gelegenheits-Streaming nutzt, kann getrost beim ersten Modell bleiben, da sich am lockeren Sitz und der extrem flexiblen Gehäusekonstruktion nichts geändert hat. Das Upgrade auf die zweite Generation lohnt sich jedoch definitiv für alle, die im Studio Beats produzieren, Tracks abmischen oder im Club auflegen wollen. Während der Vorgänger mit seinen 20ms Latenz und dem manchmal dumpfen Klangbild bei professionellen Anwendern gelegentlich kritisiert wurde, machen die nahezu latenzfreien 9ms des M2-Senders, die drastisch erhöhte Audio-Bitrate und das transparente, detailreiche Klangbild der Studio Max 2 die Kopfhörer richtig arbeitstauglich – für kreative Musikschaffende dürfte der Unterschied also deutlich spürbar sein.

Fazit: Das All-in-One Werkzeug für Budget-Bewusste

Der OneOdio Studio Max 2 ist ein echter Preiskracher. Für unter 200 Euro bekommt man einen extrem wandlungsfähigen Kopfhörer, der die Brücke zwischen Freizeit, Büro und Semiprofi-Studio meisterhaft schlägt.

Egal ob beim abendlichen Abmischen ohne störendes Kabel, beim Musikhören unterwegs via Bluetooth oder beim Gaming am PC – der Studio Max 2 liefert. Zwar könnten manche DJs den Sitz als zu instabil empfinden, doch in Sachen Akkulaufzeit, Latenzfreiheit und Detailreichtum setzt dieses Modell in seiner Preisklasse neue Maßstäbe. Ein extrem starkes Gesamtpaket!

Preis und Verfügbarkeit

Der Kopfhörer OneOdio Studio Max 2 ist direkt über die offizielle OneOdio Website oder über Amazon erhältlich. Als Geheimtipp: Wenn ihr das Modell zu einem vergünstigten Preis selbst in den Händen halten wollt, könnt ihr beim Checkout auf den beiden Plattgformen den exklusiven Rabattcode BEYONDPIXELS eingeben. Damit werden euch direkt 15% vom Kaufpreis abgezogen.

 

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