Redmi Headphones Neo im Test – In dubio pro Neo!

Mit den Redmi Headphones Neo released Xiaomi erstmals seit Bestehen der Marke Over-Ear-Kopfhörer. In meinem Test stelle ich fest, wie gut dies gelingt.

Redmi Headphones Neo – Verpackung, Inhalt, Look & Feel:

Redmi ist ja bekanntermaßen die Budgetmarke von Xiaomi, die aber trotzdem meistens das, was die Produkte im Kern leisten sollen, recht gut hinkriegt. Die Ersparnis ergibt sich meistens aus Einsparungen bei den Features oder Beigaben. 

So auch hier. In der recht schlichten Packung befinden sich ein mehrsprachiges Kurzhandbuch mit Garantiehinweisen in einem Plastiksackerl, sowie die Kopfhörer, verpackt in Weichplastikfolie – ansonsten nada, zero, Bagel.

Kein USB-C-Ladekabel und kein Textiles Transportsackerl, geschweige denn schmuckes Carry Case oder sonstige Dreingaben, die man von anderen Hersteller*innen so kennt. Zum Preis von knapp 60 Euro UVP ist das aber auch mehr als okay.

Auf der Kunststofffolie, die sich um die Redmi Headphones Neo schmiegt, prangt noch ein QR Code, der zur Xiaomi Begleitapp führt.

Schwarz, schlicht, schick

Ich bekam von Xiaomi die Redmi Headphones Neo in der Farbe Obsidian Black zugesandt. Die Formensprache ist klar und simpel gehalten und wirkt durch diese Schlichtheit und das mattschwarze Finish sehr elegant. Sowohl die ohrumschließenden Muscheln als auch das Kopfpolster kommen mit weichem Kunstlederbesatz daher.

Wie widerstandsfähig das Lederimitat gegen Schweiß ist, wird erst die Zeit zeigen, ich denke aber, dass sie besser nicht im Fitti oder an sehr heißen Sommertagen zu lange getragen und nach dem Absetzen vielleicht feucht abgewischt werden sollten, um das Material zu schonen.

Ich hoffe jedenfalls, dass der Besatz nicht allzu schnell nachgibt, da die Ohrpolster nicht austauschbar sind. Generell sitzen die Redmi Headphones Neo zwar sehr bequem, aber heiß wird einem durchaus ganz schön schnell. Die verstellbaren Bügel sind metallverstärkt und wirken robust, was mich in Anbetracht des günstigen Preises doch sehr freut.

An der rechten Ohrmuschel befinden sich noch 3 Tasten zum Ein- und Ausschalten, zur Regelung der Lautstärke, sowie eine Multifunktionstaste. Letztere könnt ihr in der App frei belegen.  

Redmi Headphones Neo – der Klang und andere Features:

Mir persönlich hat der voreingestellte EQ ganz gut gefallen. Die verbauten 40mm Treiber machen das Musikhören für den*die Durchschnittshörer*in zu einem echten Genuss, besonders die sehr klaren und volumetrischen Bässe habe ich in dieser Preisklasse so echt nicht erwartet.

Wers gern etwas individueller mag, kann in der Xiaomi Earbuds App noch ein paar Standardpresets (Bässe, Mitten oder Höhen verstärken) auswählen oder sich am 10-Band-EQ austoben.

In Summe machen nahezu alle hörbaren Inhalte, egal ob diverseste Musikgenres, Videos, aber auch Podcasts und Hörbücher mit den Redmi Headphones Neo recht viel Freude, aber Audiophile werden sicher nur begrenzt glücklich mit dem beschränkten Soundprofil.

Schein-Wahlfreiheit

Ein anderes Feature der App ist die bereits oben erwähnte freie Gestenbelegung des Multifunktions-Buttons. Ihr schaltet damit Songs vor oder zurück, startet und stoppt die Musikwiedergabe und switched zwischen ANC und Transparenzmodus oder zieht den*die Sprachassistent*in zu Rate.

Blöd ist, dass ihr euch zwischen dem Modi-Schalter oder bspw. Gemini entscheiden müsst. Beides zugleich ist nicht möglich, denn die ersten drei Gesten sind spezifisch für die Wiedergabesteuerung reserviert.

Außerdem lassen sich mit der Multifunktionstaste Anrufe annehmen oder beenden, aber auch diese Funktionen sind hardcoded.

Redmi Headphones Neo – ANC und Akku

Xiaomi bewirbt die Akkulaufzeit bei ausgeschaltetem ANC mit bis zu 72 Stunden. Das kann ich in etwa bestätigen, aber auch, dass mit zugeschalteteter Störgeräuschfilterung die Betriebsdauer etwas einbricht. Über die Woche kommt man aber mit einer vollen Ladung bei eingeschaltetem Active Noise Cancelling bei Alltagsnutzung allemal.

Apropos böse Außenwelt herausfiltern: Das funktioniert bei den Redmi Headphones Neo nämlich für die Preisklasse ganz passabel. Bis zu -42 dB gibt Xiaomi an. Ich fand nur, dass der Transparenzmodus etwas überarbeitet gehört, denn die Umgebungsgeräusche wie der Verkehrslärm werden trotzdem für meinen Geschmack etwas zu dumpf dargestellt. Aber gut: es sind auch nur insgesamt zwei Mikros für das ANC und den Awareness-Modus zuständig.

 

Redmi Headphones Neo - Das Fazit:

Den Einstand in den Over-Ear-Headphone Markt hat Xiaomi mit den Redmi Headphones Neo definitiv gut hinbekommen. Bei diesen Kopfhörern gibt es durchaus mehr Features und einen sehr hochwertigen Klang, den ich in dieser Preisklasse so nicht erwartet habe. Da verzichte ich dann auch gerne auf Dreingaben wie ein Ladekabel oder ein Transportcase. Dass man die Polster nicht wechseln kann, finde ich hingegen sehr schade, denn so werden die Redmi-Headphones Neo ihr eigentlich so elegant geratenes Äußeres nur eine recht endliche Zeit haben. Im Zweifel könnt ihr bei den Redmi Headphones Neo bedenkenlos zugreifen, denn bessere Qualität wird es in diesem günstigen Preissegment von namhaften Hersteller*innen sehr schwer geben.

Wertung: 8.5 Pixel

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