Samsung Galaxy Z Flip7 Test: Handlicher Allrounder

von Mandi 07.08.2026

Samsung hat mit dem Galaxy Z Flip7 2025 sein fortschrittliches Klapphandy vorgestellt. Was kann das Gesamtpaket mit Klappscharnier? Hier geht’s zur offiziellen Website!

Zum Samsung Galaxy Z Flip7

Das Galaxy Z Flip7 ist mit 13,7 Millimetern Dicke im geschlossenen Zustand 1,2 Millimeter flacher als der Vorgänger und mit nur 188 Gramm angenehm leicht in der Hand. Das nahezu randlose 4,1-Zoll-Frontdisplay nimmt fast die gesamte obere Gehäusehälfte ein und verleiht dem Smartphone einen deutlich moderneren Look als bei früheren Flip-Modellen. Der Aluminium-Rahmen und das Gorilla Glass Victus 2 sorgen für eine makellose Verarbeitung ohne scharfe Kanten oder unsaubere Übergänge.

Die IP48-Zertifizierung bietet Schutz gegen Wasser und Staub bis zu einem Millimeter, für ein Falt-Smartphone beeindruckend alltagstauglich, auch wenn reguläre Flaggschiffe wie das Galaxy S25 Ultra mit IP68 noch besser geschützt sind. Ein kleiner Kritikpunkt fällt allerdings früh auf, denn das straff eingestellte Scharnier macht das Öffnen mit einer Hand zur Kraftprobe, und die Lautstärkewippe sitzt im ausgeklappten Zustand etwas zu weit oben für komfortables Erreichen. Aber ansonsten?

Beeindruckende Displays

Ansonsten macht das Gerät wirklich vieles richtig, allem voran sahnen die Bildschirme gute Noten ab. Beide Displays des Flip7 arbeiten mit adaptiven 120 Hz Bildwiederholraten und erreichen Spitzenhelligkeiten von bis zu 2.600 Nits bei HDR-Inhalten. Das äußere FlexWindow misst 4,1 Zoll mit 948 x 1.048 Pixeln und bietet damit deutlich mehr nutzbare Fläche als beim Vorgänger und ist somit perfekt geeignet für Widgets, schnelle Antworten oder Selfies ohne Aufklappen.

Das innere Hauptdisplay ist auf 6,9 Zoll gewachsen (1.080 x 2.520 Pixel) und präsentiert sich im angenehmen 21:9-Format. Die sichtbare Falz in der Mitte ist zwar weiterhin vorhanden und spürbar, stört im Alltag aber kaum, und je länger ihr das Gerät nutzt, desto schneller vergesst ihr ihn. Bei direkter Sonneneinstrahlung zeigt sich dennoch eine leichte Schwäche: Die ab Werk aufgebrachte Displayschutzfolie neigt zu Spiegelungen und Verschmierungen, was das Ablesen teilweise erschwert.

Solide Performance im Alltag

Unter der Haube arbeitet Samsungs hauseigener Exynos 2500 in 3-Nanometer-Fertigung mit zehn Kernen und 12 GB Arbeitsspeicher. Das ist ein deutliches Upgrade zum Vorgänger, aber nicht auf Top-Chipsatz-Niveau. Im aktuellen Geekbench 7-Benchmark erreicht das Flip7 1964 Punkte im Single-Core und 7258 Punkte im Multi-Core-Test, und bei dem GPU-Test erreicht das Foldable 7120 Punkte (hier geht’s zum Direktvergleich). Sehr respektabel für diese Bauweise!

Für den Alltag reicht die Performance völlig aus: Apps öffnen sich zügig, Multitasking funktioniert butterweich, und selbst anspruchsvolle Spiele wie Genshin Impact laufen flüssig, wenn auch nicht mit maximalen Einstellungen. Das Gerät erwärmt sich bei intensiver Nutzung merklich, aber nicht störend. Verfügbar ist das Flip7 mit wahlweise 256 GB (UVP waren 1.199,- Euro) oder 512 GB (UVP waren 1.319,- Euro) internem Speicher, der sich nicht erweitern lässt.

Die Sache mit dem Laden

Der verbaute 4.300-mAh-Akku bietet 300 mAh mehr Kapazität als der Vorgänger und ermöglicht euch einen ganzen Tag intensiver Nutzung. Bei gemischter Nutzung (Social Media, Streaming, Fotos, Videocalls) kam das Testgerät regelmäßig auf viereinhalb bis fünf Stunden Displayzeit, abends blieben noch 17 bis 23 Prozent Restakku. Das Laden erfolgt weiterhin mit maximal 25 Watt per Kabel oder 15 Watt kabellos.

Auch, wenn es gut klingt, es bleibt für Fans ein leidiges Thema, das Samsung seit Jahren nicht verbessert hat. Für eine vollständige Ladung von 0 auf 100 Prozent sind 80 bis 105 Minuten notwendig, während die Konkurrenz (wie Motorola beim Razr 60 Ultra mit 68 Watt) deutlich schneller lädt. Nach 30 Minuten sind immerhin rund 50 Prozent erreicht, was zwar ausreichend für den Alltag ist, aber nicht mehr.

Kameras: In Ordnung!

Das Kamerasystem besteht aus einer 50-MP-Hauptkamera mit f/1.8-Blende und optischer Bildstabilisierung sowie einer 12-MP-Ultraweitwinkelkamera mit 123 Grad Sichtfeld. Die Frontkamera im Inneren bietet 10 Megapixel Auflösung. Die Fotos sind kontrastreich und bei gutem Licht toll anzusehen, erreichen aber nicht die Schärfe und Detailtreue von Premium-Geräten wie dem S25 Ultra oder Fold7. Ebenso fällt bei der Nahfotografie auf, dass jegliche Art von Makro-Funktionen fehlt, das Smartphone kann erst fokussieren, wenn euer Motiv ein paar cm entfernt ist.

Ein cleverer Trick: Die Hauptkamera lässt sich für Selfies über das Frontdisplay nutzen. Das liefert deutlich bessere Ergebnisse als die interne Frontkamera, die bei wenig Licht stark weichzeichnet. Der digitale Zoom funktioniert bis 2-fach ansehnlich, bei 4-fach wird es grenzwertig, und bei 10-fach ist der Pixelbrei mit starkem Bildrauschen vorprogrammiert. Videos können in 4K bei 60 Bildern pro Sekunde aufgenommen werden, die Stabilisierung arbeitet ordentlich, und der Camcorder-Modus (90-Grad-Winkel) bietet Retro-Flair und bessere Ergonomie beim Filmen.

Software: 7 Jahre Updates!

Das Galaxy Z Flip7 wird mit Android 16 und Samsungs One UI 8 ausgeliefert. Somit erwarten euch eine ausgereifte, moderne Oberfläche mit intuitiver Bedienung und sinnvollen Neuerungen wie der Now Bar für aktuelle Infos in einer Pille. Galaxy AI ist wieder mit von der Partie: Circle to Search, der starke Bildradierer, Audio-Radierer, Live-Übersetzungen und Google Gemini-Integration funktionieren im Test gut und bieten Mehrwert.

Der größte Pluspunkt: Samsung verspricht sieben Jahre Updates für Android-Versionen und Sicherheitspatches. Das Gerät ist also bis 2032 abgesichert. Ein Wermutstropfen bleibt das Frontdisplay: Ab Werk sind nur ausgewählte Apps (Messages, Telefon, Kalender, Wetter, Kamera) nutzbar, für mehr muss man mit GoodLock und dem Plugin Multistar arbeiten. Das ist eine künstliche Einschränkung, die Motorola beim Razr 60 Ultra flexibler löst.

Samsung Galaxy Z Flip7: Die Technik

Der Hero des Smartphones ist klarerweise der Bildschirm. Mit einer Auflösung von 2520 x 1080 Bildpunkten sowie 1048 x 948 Pixel beim Zweitdisplay können die AMOLED-Bildschirme mit bis zu 120 Hz Bildwiederholrate überzeugen. Die Kameras mit 50 MP und 12 MP Auflösung (Blenden f1.8, f2.2) ermöglichen verschiedenste Fotos, so wie die Frontkamera, die mit 10 MP (Blende f2.2) auflöst. Beim Speicher könnt ihr wie erwähnt zwischen 256 und 512 GB Platz wählen, und ansonsten bleibt alles gleich. Der Faltmechanismus ist das Um und Auf des Flip7: Zusammengeklappt passt es in fast jede Hosentasche, aufgeklappt bietet es ein normales Smartphone-Erlebnis.

Das Scharnier ermöglicht stufenlose Verstellung und ist perfekt geeignet für freihändige Videos, Videocalls oder Selfies mit Selbstauslöser, bei denen das Smartphone wie ein Schminkspiegel auf dem Tisch steht. Die Stereo-Lautsprecher (einer unten, einer als Hörmuschel) sind laut und ausgewogen, verzerrten aber leicht bei maximaler Lautstärke. Konnektivität ist auf Topniveau: Wi-Fi 7, Bluetooth 5.4, 5G, NFC, Dual-eSIM und USB-C 3.2 sind allesamt an Bord. Die Abmessungen des Produkts lauten 166,7 x 75,2 x 6,5 mm (offen) beziehungsweise 85,5 x 75,2 x 13,7 mm bei einem Eigengewicht von 188 Gramm.

Mein Fazit zum Galaxy Z Flip7

Das Samsung Galaxy Z Flip7 ist ein gelungenes Feintuning an den richtigen Stellen: Dünner, hochwertiger, mit größerem Außendisplay und besserer Akkulaufzeit deutlich alltagstauglicher als der Vorgänger. Ich persönlich war eingangs von faltbaren Geräten kaum überzeugt, aber es gibt tatsächlich den einen oder anderen Vorteil, der sich daraus ergibt. Interessante Winkel bei Fotos und Videos, aber auch die geringe Größe im zusammengeklappten Zustand sprechen da für sich. Das Gerät lohnt sich für alle, die ein kompaktes, stylisches Foldable mit coolem Design, langem Update-Support und solidem Gesamtpaket suchen und bereit sind, für den Lifestyle-Faktor und die Faltfunktion zu investieren.

Es gibt aber auch Kritikpunkte, denn dünnere Bauweise bedeutet weniger Akkukapazität, mehr Bildschirme bedeuten mehr Stromverbrauch, und eine ordentliche Kamera benötigt auch Platz. Insgesamt sind die Abstriche so verständlich wie spürbar, denn die Kamera hat Grenzen, der Exynos-Chip ist zwar Oberklasse, aber schnell heiß und das Laden geht relativ langsam. Alles Jammern auf hohem Niveau, denn grundsätzlich funktioniert dieses Smartphone richtig gut, ihr bekommt bis ins Jahr 2032 Software-Updates und habt einen ziemlich stylischen Formfaktor inklusive. Das Gerät macht Laune bei der Bedienung, und man fragt sich: Was will Samsung beim neuen Flip8 besser machen?

Wertung: 9.0 Pixel

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