soundcore Boom Go 3i Test: Volle Party, immer dabei

von Mandi 26.04.2026

Der soundcore Boom Go 3i präsentiert sich als vielseitiger Mini-Bluetooth-Lautsprecher, der für seine Größe Erstaunliches leistet. Er bringt die Party!

Über den soundcore Boom Go 3i

Denn er kann recht lange durchhalten und mit einer ganzen Handvoll Outdoor-Features auffahren. Wer einen robusten „Immer-dabei“-Speaker für Park, See oder Urlaub sucht und Spaß an Lichteffekten und App-Spielereien hat, bekommt hier viel geboten. Doch wo sind seine Grenzen? Der soundcore Boom Go 3i will gleich mehrere Rollen auf einmal übernehmen: Tragbarer Bluetooth-Lautsprecher, Powerbank, Notfall-Sirene, Sprachverstärker und Party-Gadget mit Lightshow. Für 69,99 Euro positioniert soundcore auf der offiziellen Website das Gerät eindeutig im mittleren Preissegment. Der Hersteller bewirbt das Gerät als handflächengroßen Lautsprecher mit 15 Watt Ausgangsleistung und bis zu 92 dB Maximalpegel, der trotz kompakter Bauweise nicht auf Bass verzichten soll. 

Die Box ist grob 10 × 10 × 4,5 Zentimeter groß, wiegt etwa 380 Gramm und setzt auf ein robustes Kunststoffgehäuse mit Silikon-Ummantelung und Metallgitter auf der Front. Damit zielt soundcore klar auf Outdoor-Szenarien wie Strand, Camping, Radtouren oder Balkon-Partys. Ein zentrales Versprechen ist die Ausdauer: Offiziell sind bis zu 24 Stunden Laufzeit bei moderater Lautstärke ohne Lichter drin, mit Eco-Mode und deaktiviertem BassUp-Modus sogar bis zu 40 Stunden. Gleichzeitig dient der integrierte 4.800-mAh-Akku als Notfall-Powerbank und kann laut Hersteller ein iPhone 17 von 0 auf 40 Prozent in etwa einer Stunde bringen, und insgesamt seien rund 60 Prozent Ladung aus einer vollen Speaker-Akkuladung möglich. Packen wir den Lautsprecher erst mal aus!

Willkommen, kleiner neuer Freund!

Optisch gibt sich der Boom Go 3i recht flott: Er ist eher quadratisch als zylindrisch, trägt ein großes Soundcore-Logo auf dem Frontgitter und dahinter vier LED-Streifen, die im Betrieb farbig leuchten oder zum Beat pulsieren. Oben sitzen große, klar ertastbare Tasten für Lautstärke und Wiedergabe/Pause, seitlich rechts findet man zusätzliche Buttons für Moduswahl, Bluetooth, Auracast und Power. Daneben ist ein kleines Display verbaut, das den Akkustand und Info zum aktuellen Modus zeigt. Unten verbaut Soundcore einen USB‑C-Port, der sowohl zum Laden der Box als auch zum Laden externer Geräte dient.

Die Silikon-Schlaufe wirkt in der Praxis deutlich durchdachter, als es auf Produktfotos aussieht: Sie lässt sich in zwei Positionen einhaken und damit entweder als straffer Gurt (zum Umspannen von Lenker, Geländer oder Rucksackriemen) oder als klassische Hänge-Schlaufe nutzen. Zusammen mit der IP68-Zertifizierung, vollständig staubdicht und sogar gegen Untertauchen wasserfest, und einer spezifizierten Sturzfestigkeit bis zu einem Meter Höhe vermittelt der Boom Go 3i tatsächlich das Gefühl, für das gelegentliche Abenteuer draußen gebaut zu sein. Also laden wir das Produkt auf und aktivieren den BassUp-Modus!

Unterschätzt nicht die Kleinen!

Im Inneren arbeitet ein 2‑Zoll-Treiber mit nominell 15 Watt Leistung, der laut soundcore bis zu 92 dB erzeugen kann. In Praxistests konnte der Speaker problemlos ein mittelgroßes Wohnzimmer beschallen und war noch aus Nebenräumen gut hörbar, ohne dass der Lautstärkeregler voll aufgedreht werden musste. Gerade bei 60–70 Prozent Lautstärke lässt sich der Klang als erstaunlich druckvoll beschreiben, mit betontem, aber nicht übertriebenem Bass und soliden Mitten und Höhen. Schaltet ihr aber in den Normal- oder Eco-Modus, wirkt sich das spürbar am Klang aus. Während der Normalmodus noch gut klingt, aber den Bass rausnimmt, ist der Eco-Modus nur für Notfälle.

Natürlich hat die Größe Grenzen: Wenn ihr die Box jenseits von etwa drei Viertel der Maximallautstärke betreibt, wird der Sound hörbar rauer. Das bedeutet, dass Stimmen und Höhen hervortreten, das Klangbild angespannter und bei komplexeren Arrangements etwas unruhig wird. Wer erwartet, auf voller Lautstärke ohne Einbußen durchfeiern zu können, landet eher bei größeren und schwereren Speakern. Innerhalb des „Sweet Spots“ aus mittlerer Lautstärke und kleineren bis mittleren Räumen spielt der Boom Go 3i jedoch hörbar über seiner Gewichtsklasse. Für solchen Klang muss man gewöhnlich entweder zu teureren oder aber zu größeren Produkten greifen!

Über die soundcore-App

Beim soundcore Boom Go 3i gibt es natürlich die hauseigene App, die ihr zum Verbinden verwenden könnt. Allerdings ist das Gerät recht autark, das Allermeiste könnt ihr auch direkt am Produkt steuern. So zeigt die App natürlich den Akkustand des Speakers an und die derzeitige Lautstärke. Es gibt sowohl einen Regler für den hörenswerten BassUp 2.0-Modus als auch für den energiesparenden Eco-Modus. Beim Punkt Equalizer ist grundsätzlich der soundcore Signature-Equalizer voreingestellt, zusätzlich gibt es Höhenverstärkung, Stimme und Balance zur Auswahl. Im Punkt „Benutzerdefiniert“ dürft ihr selbst tätig werden und einen Neun-Band-Equalizer fein anpassen, und der Stimmverstärker verwendet eure soundcore-App, um eure Stimme über den Lautsprecher als Megafon wiederzugeben. 

Hierbei könnt ihr entweder in Echtzeit reinreden oder mit dem Schleifenmodus eure Sprachnachricht wiederholt wiedergeben. Soundeffekte wie personalisiertes Weißrauschen und nette Umgebungsgeräusche helfen bei Konzentration und Langeweile, auch ein Notfall-Alarm ist mit von der Partie. Zusätzlich gibt es Auracast, um euren Boom Go 3i mit anderen Geräten für eine breitere Klangbühne zu verbinden. Ihr dürft die Steuerungsmöglichkeiten am Produkt direkt verändern, und die soundcore-App kann auch euer Gerät mit einem abgespielten Ton auffinden lassen. Das Licht lässt sich ebenfalls verändern, ob ihr es nun zum Beat pulsieren lassen wollt oder ein Umgebungslicht einschaltet, ist euch überlassen. Zu guter Letzt gibt es auch einen Workout-Timer für euch!

Ziemlich smarter Speaker

Der Akku bei dieser Größe ist eines der wichtigen Verkaufsargumente: Hersteller soundcore nennt 24 Stunden Laufzeit bei 50 Prozent Lautstärke mit ausgeschalteten Lichtern und BassUp, 40 Stunden im Eco-Modus sowie rund 6 Stunden bei voller Lautstärke mit aktiver Lightshow und BassUp. Wir können bestätigen, dass diese Werte unter praxisnahen Einstellungen zumindest grob erreichbar sind, auch wenn man bei lauter Musik und aktivierten LEDs realistischer eher im Bereich von etwa zehn Stunden landet. Für einen Tag im Park, einen Wochenendtrip oder mehrere Pendelwege reicht das grundsätzlich, ohne zur Steckdose greifen zu müssen. Eine Powerbank schafft aber in der Not auch hier Abhilfe, falls es wirklich notwendig wäre.

Apropos Notfall: Der Boom Go 3i integriert eine 92-dB-Sirene, die sich durch fünfmaliges Drücken der Power-Taste aktivieren lässt und vor allem für Wanderungen oder Camping-Situationen als Sicherheitsfeature gedacht ist. Da hilft auch die bereits angesprochene Stimmverstärker-Funktion. In der Handhabung zeigt sich der Boom Go 3i erfreulich unkompliziert: Das Display an der Seite gibt auf Knopfdruck Auskunft über den Akkustand und zeigt Modus-Status (z. B. BassUp, TWS, Ladevorgang) an, ohne dass ihr zwingend aufs Smartphone schauen müsst. Die großen Tasten auf der Oberseite lassen sich auch mit kalten oder nassen Fingern gut bedienen, was zum Outdoor-Anspruch passt. Insgesamt also alles sehr unkompliziert!

Was noch aufgefallen ist

Die Silikonschlaufe macht den Lautsprecher deutlich flexibler, als es ein reiner Lautsprecher ohne Extras wäre: Am Fahrradlenker, am Rucksack oder an der Zeltstange befestigt, ist der Sound immer da, wo man ihn braucht, ohne dass man eine Hand für die Box freihalten muss. Dank IP68 muss man sich weder vor Regen noch versehentlichem Eintauchen ins Wasser oder Sandböen im Urlaub sorgen. 

Aufgefallen ist außerdem, dass sich die Lichteffekte nicht in einen ganz simplen „statischen Weißlicht“-Modus versetzen lassen, sondern immer irgendwie animiert sind. Wer nur eine Art kleines Nachtlicht oder Leselicht möchte, muss sich mit den vorhandenen Presets behelfen oder auf die Hilfe des Produkts verzichten. Im April 2026 war übrigens die Firmware-Version 2.4.5 aktuell.

soundcore Boom Go 3i: Die Technik

Das Wichtigste zuerst: Der soundcore Boom Go 3i ist in den Farben Schwarz, Beige, Blau (getestet) und Rosa erhältlich. Er verspricht 15 Watt Leistung und bis zu 92 dB Lautstärke, und dank Dynamic BassUp 2.0 soll er 2,5x Mal so viel Bass wie der Mitbewerb hinbekommen. Der IP68-Staub- und Wasserschutz macht das Gerät outdoortauglich, sogar Stürze aus bis zu 1 Meter Höhe hält er aus.

Der integrierte Akku, den ihr auch als Powerbank verwenden könnt, fasst 4.800 mAh. Das ist schon in Ordnung und kann im Notfall auch ein Smartphone mit Strom versorgen. Je nach Auslastung hält der Akku zwischen sechs und 40 Stunden (Eco-Modus). Die Abmessungen des Lautsprechers betragen 102,1 x 105,9 x 45,4 mm bei einem Eigengewicht von 380 Gramm. Seine Schlaufe ist sehr praktisch!

Das Fazit: Klein, aber oho!

Unterm Strich zeichnet sich ein recht klares Bild: Der soundcore Boom Go 3i ist ein Mini-Lautsprecher für alle, die viel draußen sind. Wenn ihr Wert auf Robustheit, lange Laufzeit und auch eine Lightshow, Notfall-Sirene sowie Powerbank legt, seid ihr hier richtig! Bleibt ihr beim Abspielen bei Alltagslautstärke, dann ist die gebotene Kombination aus Ausstattung, Akkuleistung, Sound und Preis-Leistung in dieser Größenklasse schwer zu schlagen. Aber natürlich hat der Speaker Grenzen.

Spielt ihr zu laut, wird der Klang etwas verzerrt, und der Akku hält dann auch nicht so mit. Aber wenn ihr einen kleinen, extrem robusten Bluetooth-Speaker sucht, den ihr bedenkenlos an den Rucksack hängen könnt, macht ihr hier nichts falsch. Im Gegenteil, ihn könnt ihr im Regen liegen lassen und im Notfall sogar als Sirene oder Powerbank einsetzen, und daher ist der soundcore Boom Go 3i vor allem in dieser Preisklasse und mit seiner Größe eine sehr überzeugende Option.

Wertung: 9.0 Pixel

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