WELOCK A91 im Test: Smart Lock mit Gesichtserkennung

von Davina 11.09.2026

Ein kurzer Blick genügt und die Haustür öffnet sich: das WELOCK A91 will den klassischen Schlüssel durch eine 3D-Gesichtserkennung ersetzen. Alternativ stehen PIN-Code, NFC-Chip, App und ein mechanischer Schlüssel zur Verfügung.

Wir haben das smarte Türschloss rund eineinhalb Monate im Alltag getestet. Dabei überzeugte vor allem der hohe Bedienkomfort.

 

Hochwertige Verarbeitung

Bereits beim Auspacken hinterlässt das WELOCK A91 einen hochwertigen Eindruck. Die Komponenten fühlen sich robust an, sind sauber verarbeitet und vermitteln keineswegs das Gefühl eines billigen Smart-Home-Gadgets. Gerade bei einem Produkt, das den bisherigen Schließzylinder der Haustür ersetzt, ist dieser vertrauenserweckende Ersteindruck wichtig.

Lieferumfang Lieferumfang des WELOCK A91

Auch während der Testphase arbeitete das Schloss zuverlässig. Die Gesichtserkennung reagierte schnell und sämtliche Zugangsmethoden funktionieren wie vorgesehen.

 

Montage in unter 30 Minuten

Anders als bei anderen Smartlock-Anbietern, die lediglich auf der Innenseite einer Tür angebracht werden, beschränkt sich die Montage des WELOCK A91 nicht auf den Austausch des vorhandenen Schließzylinders. Für die Befestigung des Schlosses sowie der außenliegenden Faceplate mit Kamera und Gesichtserkennung sind Bohrungen an der Tür notwendig.

Als Person ohne besondere Montageerfahrung, aka komplette Novizin, benötigte ich für den vollständigen Einbau etwas mehr als 25 Minuten. Die Montage war grundsätzlich gut machbar und die mitgelieferte Anleitung war übersichtlich strukturiert. Für den Einbau benötigt man jedoch entsprechendes Werkzeug, wobei der Imbusschlüssel und der Bohraufsatz für die Bohrmaschine im Lieferumfang enthalten sind.

Vor dem Kauf sollten außerdem Türstärke und der vorhandene Profilzylinder genau überprüft werden. Da für die Faceplate in die Tür gebohrt werden muss, lässt sich das WELOCK A91 nicht vollkommen rückstandsfrei wieder entfernen. Gerade bei Mietwohnungen sollte die Montage deshalb vorab mit dem Eigentümer oder der Eigentümerin abgeklärt werden.

 

Gesichtserkennung mit echtem Alltagsnutzen

Das zentrale Verkaufsargument des WELOCK A91 ist seine Gesichtserkennung. Laut Hersteller funktioniert diese aus einer Entfernung zwischen 30cm bis 120cm, wobei rund 50 Zentimeter empfohlen werden.

Im Test war die Erkennung nicht bloß eine nette Spielerei, sondern die praktischste Art, die Tür zu öffnen. Besonders deutlich wird der Vorteil nach einem Einkauf: wer beide Hände voll hat, muss weder Schlüssel, noch Smartphone suchen, um aufzusperren. Ein Blick in die Kamera genügt und das WELOCK A91 erledigt den Rest.

Auch für Kinder oder ältere Familienmitglieder kann diese Form des Zugangs sehr hilfreich sein. Niemand muss einen Schlüssel mitnehmen oder sich ausschließlich auf die Bedienung einer App verlassen.

Copyright: WELOCK, 2026.

 

Zahlreiche Alternativen zum Gesichtsscan

Sollte die Gesichtserkennung einmal nicht gewünscht sein, bietet das WELOCK A91 mehrere Alternativen. Die Tür lässt sich über Zahlencode, einen NFC-Chip, die WELOCK-App oder den klassischen mechanischen Schlüssel öffnen.

Diese Auswahl gehört meiner Meinung nach zu den größten Stärken des Smart Locks. Besonders praktisch ist es, dass das WELOCK A91 mit dem mechanischen Schlüssel auch eine Entriegelungsmethode anbietet, mit der man die Tür öffnen kann, falls die Elektronik oder Stromversorgung ausfallen sollte.

 

Akkulaufzeit überzeugt

Das WELOCK A91 benötigt insgesamt vier wiederaufladbare Lithium-Ionen-Akkus des Typs 18500. Bei unserem zur Verfügung gestellten Testgerätes war auch eine passende Lademöglichkeit enthalten.

Der bisherige Eindruck von der Akkulaufzeit fällt positiv aus. Nach rund eineinhalb Monaten regelmäßiger Nutzung war noch kein Ladevorgang notwendig und das Schloss verfügt weiterhin über genügend Energie und so präsentiert sich das WELOCK A91 erfreulich ausdauernd. Besonders praktisch: neigt sich der Akkustand dem Ende zu, informiert die App rechtzeitig darüber und so sieht der Akkustatus in der App aus.

 

 

Offene Fragen bei Updates und Sicherheit

WELOCK gibt an, die biometrischen Gesichtsdaten lokal auf dem Schloss zu speichern. Das ist grundsätzlich positiv, bedeutet aber nicht automatisch, dass das gesamte System unangreifbar oder vollständig cloudfrei arbeitet.

Besonders relevant ist deshalb die langfristige Sicherheitsupdateversorgung des WELOCK A91. Auch eine bekannte unabhängige Zertifizierung zur mechanischen Einbruchhemmung konnten wir nicht feststellen.

 

 

Preis und Fazit für WELOCK A91 im Test: Smart Lock mit Gesichtserkennung und mehr

Der offizielle Listenpreis vom Hersteller des WELOCK A91 liegt bei 269 Euro. Damit gehört das smarte Türschloss eindeutig zur gehobenen Preisklasse. Dafür erhält man ein hochwertig verarbeitetes Smart Lock mit zuverlässiger Gesichtserkennung, automatischer Verriegelung und ausgesprochen vielen Zugangsmöglichkeiten. Im Alltag erweist sich insbesondere die berührungslose Öffnung als echter Komfortgewinn. Auch die digitale Weitergabe von Zugängen macht das WELOCK A91 für Familien, Ferienwohnungen, Vereinshäuser und kleinere Betriebe interessant.

Nach rund eineinhalb Monaten fällt unser Gesamteindruck überwiegend positiv aus. Hardware, Gesichtserkennung und Akkulaufzeit überzeugten positiv im Test. Abzüge gibt es für die etwas mangelnde Transparenz bezüglich langfristigen Sicherheits- und Firmwareupdates und fehlender Einbruchschutz-Zertifizierung.

Wertung: 8 Pixel

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