Die MagFlow Air von UGREEN im Test

Mit der MagFlow Air hat UGREEN eine schmucke, kleine Powerbank mit Qi2 Standard für schnelles, kabelloses Laden im Angebot. Wie sich das Gadget im Alltag schlägt, kläre ich in meinem Test.

MagFlow Air

MagFlow Air als Handschmeichler: Die MagSafe Seite fühlt sich sehr schön an – Bild Copyright by BeyondPixels

Die UGREEN MagFlow Air – Look & Feel

Die MagFlow Air von UGREEN ist eine kompakte Power Bank mit integriertem Kabel. Die weiche Haptik der MagSafe Ladefläche und das textilummantelte und dadurch besonders geschützte, integrierte USB-C Kabel verbinden angenehme Texturen, gutes Design und eine gewisse Robustheit (UGREEN wirbt unter Laborbedingungen mit mehr als 10.000 Biegungen ohne Verschleiss) zu einem schicken Gesamtpaket und sorgen so schon mal für einen guten Ersteindruck.

Mit den beworbenen 10.000 mAh gehen sich nicht ganz zwei volle Handyladungen bei meinem iPhone aus, was im Alltag völlig ausreichend ist, und mit bescheidenen 215g fällt sie auch kaum ins Gewicht.

MagFlow Air

MagFlow Air: Das integrierte Ladekabel findet in der Buchse links Platz und hält wortwörtlich somit als Trageschlaufe her – Bild Copyright by BeyondPixels

Durch drei verschiedene Lademöglichkeiten bringt die Powerbank vielfache Funktionalität mit. Das fix integrierte USB-C Kabel kann sowohl zum Aufladen der MagFlow Air als auch für das Anstecken und Laden von Geräten an der Powerbank genutzt werden. Es bleibt dank des dezidierten Steckplatzes sauber verstaut, wenn es nicht fürs Aufladen benutzt wird und ist so zugleich auch Trageschlaufe. Durch die zusätzliche USB-C Buchse lassen sich auch alle möglichen weiteren Kabel anstecken. Wie schon das eingebaute Stoffkabel, kann der Port ebenso zum Aufladen der Powerbank, wie auch von Geräten genutzt werden.

Die beißt nicht. Die will nur laden.

Die UGREEN MagFlow Air schnappt dank MagSafe Verbindung sofort zu wie ein scharf gemachter Amstaff und “verbeißt” sich entsprechend ähnlich am iPhone. Da rutscht nix herum in der Hosentasche oder bei alltäglicher Verwendung. Das durchdachte Design ermöglicht außerdem die gleichzeitige Nutzung der Kamera bei meinem iPhone. Beim kabellosen Laden von Nicht-Apple-Geräten ohne MagSafe Funktion startet die Ladung nicht immer automatisch, lässt sich aber durch einen kurzen Druck auf die Taste an der Seite der MagFlow Air aktivieren. Abgesehen von einem kleinen Thema mit Hitzeentwicklung, was bei induktivem Laden ja generell üblich ist, kann an der kabellosen Ladefunktion keine Kritik geübt werden.

Die Drei von der Tankstelle

Das Besondere an den drei verschiedenen Lademöglichkeiten ist, dass man diese auch gleichzeitig nutzen kann. Die beigelegte Anleitung informiert darüber, dass bei gleichzeitiger Nutzung von kabellosem und -gebundenem Laden, Letzteres priorisiert wird. Um das kabellose Laden zu aktivieren, reicht ein kurzer Druck auf die Taste. Zu bedenken bei gleichzeitiger Nutzung mehrerer Ports der MagFlow Air ist, dass der Output entsprechend abnimmt. Während bei Single-Port-Charging sowohl aus dem USB-C Stecker, als auch dem integrierten Kabel 30W und beim kabellosen Laden 15W abgegeben werden, bricht die Leistung bei gleichzeitiger Nutzung beider Kabel auf je 7,5 Watt stark ein. Bei Nutzung von einem Kabel plus kabellosem Laden gemeinsam sind es immerhin noch 10W am Kabel und 5W kabellos. Bei dreifacher “Entsaftung” der Powerbank wird der Output sogar noch geringer und beträgt nur noch schlappe 5 Watt bei 2 Ampere Spannung. Dennoch lässt sich sagen, dass es eine durchaus praktische Funktion ist, im absoluten Notfall drei Geräte auf einen Schlag betanken zu können.

UGREEN MagFlow Air Test - Das Fazit:

Insgesamt ist die UGREEN MagFlow Air Powerbank unkompliziert und praktisch zu nutzen. Dass die Schlaufe des integrierten Kabels ein einladendes Katzenspielzeug ist, ist eine Neben-Erkenntnis des Tests. Dass sie bei dieser Zweckentfremdung durch die etwaigen felligen Mitbewohner*innen trotzdem robust genug gebaut ist, um Stürze aus Tischhöhe problemlos zu überleben, ebenfalls. Die kleine Powerbank ist als praktischer Alltagshelfer mit nettem Design in Starlight Blau, Lunar Weiß und Grau verfügbar und designtechnisch durchaus ein gutes Produkt. Allerdings fällt die UVP mit 69,99 Euro für eine Powerbank mit gerade einmal 10.000 mAh schon happig aus. Selbst im derzeitigen Sale kommt sie immer noch auf knapp 50 Euro und ist damit fast doppelt so teuer wie die günstigsten No-Name-Produkte, die auch integrierte Kabel oder ähnliche Features bieten. Ob letztgenannte auch den felinen Fummel- und Falltest bestehen, kann ich allerdings nicht sicher sagen 😉

Wertung: 8.2 Pixel

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